Kerstin Hack und Christoph Schalk: Selbstcoaching mit wingwave (Teil 1)

Kerstin Hack und Christoph Schalk: Selbstcoaching mit wingwave (Teil 1)
22 Jun 2016

Teil 1: Motivationstiefs überwinden

Jeder kennt das: Bei einem Spaziergang lassen sich stressige Erlebnisse leichter lösen, als wenn man sitzt und grübelt. Das hängt – neben der frischen Luft – auch damit zusammen, dass beim Laufen abwechselnd mal die eine oder die andere Hirnhälfte aktiviert wird. Nachts geschieht das sogar automatisch. Im Schlaf durchläuft man mehrere Phasen, in denen sich die Augen schnell hin- und herbewegen – die sogenannten REM-Phasen (Rapid Eye Movement). In diesen Zeiten werden die stressigen Erlebnisse des Tages verarbeitet. Deshalb sieht nach einer Nacht drüber schlafen die Welt tatsächlich anders aus.

Auf diesen Erkenntnissen und der Traumatherapie EMDR haben Cora und Harry Besser-Siegmund wingwave® entwickelt. Für Prozesse des Coachings oder Situationen, in denen man selbst weiterkommen will (ohne dass ein therapeutisches Problem besteht), ist es eine geniale Methode. Der Kerngedanke besteht wie bei EMDR darin, REM-Phasen im Wachzustand auszulösen. Das geschieht meist dadurch, dass der Coach seine Finger vor den Augen einer Person hin und her bewegt und die Person der Bewegung mit den Augen folgt.

Die geführten Augenbewegungen gehen über ungefähr 30 Sekunden von rechts nach links und wieder zurück. Sie führen zu einer bilateralen Hemisphärenstimulation und unterstützen so die Verarbeitung von Blockaden. Während der Augenbewegungen konzentriert sich die Person auf die negative Gefühle und Gedanken, die mit einer bestimmten Situation zusammenhängen. Häufig tritt innerhalb weniger Winkdurchgänge, sogenannter Sets, der für die Person oft verblüffende Effekt auf, dass negative Erinnerungen verblassen und belastende Gefühle sich auflösen.

Weil jede rechts-links-Aktivierung den Lösungsprozess fördert, kann man auch eigens komponierte Musik nutzen, die über Kopfhörer abwechselnd rechts und links das Gehirn stimuliert. Oder durch abwechselnd sanftes Klopfen auf Beine oder den Rücken des Klienten. Im Selbstcoaching kommt neben der wingwave-Musik auch die Butterfly-Technik zum Einsatz, in der man sich selbst abwechselnd auf die rechte und die linke Schulter klopft.

Wie hilft wingwave bei Motivationsblockaden?

Wer ein Ziel erreichen will, braucht Motivation. Motivation heißt wörtlich Bewegung – man bewegt sich von A nach B, um etwas zu erreichen. Motivation hängt von vielen Faktoren ab. Manche äußeren Faktoren können wir nicht beeinflussen, deshalb sollten wir uns auch nicht von ihnen abhängig machen.

Bei den inneren Faktoren jedoch spielt besonders unser Selbstgespräch eine wichtige Rolle: Ständig sind wir mit uns selbst im Dialog, und oft sind diese inneren Stimmen und Gedanken alles andere als ermutigend und motivierend. Vielleicht kennst du sogar das Kreisen um bestimmte negative Gedanken, das dann jede Motivation blockiert?

Diese ängstlichen oder frustrierten inneren Stimmen einfach nur durch positive Gedanken wie: „Du schaffst das“ oder: „Reiß dich zusammen“ zu ersetzen, reicht nicht aus. Im Gegenteil: Wenn solche Sätze geradezu zwanghaft, panisch, vielleicht im Befehlston oder mit viel Jammern das Selbstgespräch bestimmen, bringen sie wenig oder gar nichts für die Motivation.

Selbstcoaching mit wingwave kann hier helfen, nicht nur den Inhalt, sondern auch die „Tonlage“ des inneren Gesprächs zu verändern. Unsere innere Stimme gewinnt Kraft, sie wird angenehm und besonnen, ruhig und motivierend. Es ist spannend zu beobachten, wie unser Unbewusstes während der wingwave-Intervention genau die für uns richtige Lösung findet.

So kannst du im wingwave-Selbstcoaching zu Motivation finden:

  1. Thema: Entscheide dich für eine konkrete Situation, in der du momentan mehr Eigenmotivation haben möchtest.
  1. Innere Stimme: Führe dir diese Situation so plastisch wie möglich vor Augen. Welche inneren Stimmen melden sich zu Wort? Welche sind negativ? Welche sind positiv? Wie laut oder leise sind sie? Sind sie schnell oder langsam? Was fällt dir noch an diesen Stimmen auf? Was denkst du über dich selbst? Was würdest du gerne über dich denken?
  1. Kraftdiebe: Finde heraus, was dich lähmt.Was an diesen Stimmen raubt dir Kraft und Motivation? Womöglich die Botschaft der negativen Stimmen? Oder aber der Tonfall der positiven Stimmen? Wie überzeugend klingt das, was du gerne über dich selbst denken würdest?Was raubt dir hier Energie?
  1. Intervention: Denke jetzt an die Situation und achte auf deine inneren Stimmen. Führe dann die wingwave-Intervention (s.o.) mittels Butterfly oder wingwave-Musik durch und beobachte dabei, was passiert. Mache jeweils nach 30 bis 40 Sekunden kurz Pause und nimm alle Veränderungen bewusst wahr: Innere Stimmen, Gefühle, Motivation etc. Fahre so lange mit der Intervention fort, bis deine innere(n) Stimme(n) sympathisch und motivierend klingen.
  1. Schalter: Höre abschließend auf die sympathischen und motivierenden Stimmen, aktiviere deinen Schalter* und fahre noch eine Weile mit Butterfly oder Musik fort.

*Wähle einen Schalter, den du immer bei dir hast, z. B. mit dem Finger wackeln, am Ohrläppchen ziehen, Schnippen etc.  In der echten Situation später setzt du dann gezielt deinen Schalter zum Abruf der Emotion ein.

 

Frage dich direkt nach dem Selbstcoaching: Wie hat sich deine innere Motivation verändert? Welche Gedanken und Gefühle  sind anders?

Beobachte dich eine Woche lang: Wie stark ist deine Motivation auf einer Skala von 0 bis 10. Vertiefe die Wirkung durch tägliches Selbstcoaching.

 

Teil 2: Kreativität steigern in 3 Wochen,

Teil 3: Nie mehr Heißhunger in 5 Wochen hier auf dem Blog.

Q-49_Blockaden-loesenAusführliche Anleitungen, Erklärungen und Hintergründe zu wingwave und den Techniken des Selbstcoachings finden sich im Quadro:

Blockaden lösen. Selbstcoaching mit wingwave von Kerstin Hack und Christoph Schalk. Quadro, 5,00€. Direkt erhältlich im Down to Earth-Shop. Auch als E-Book.