Newsletter Oktober: Impulse für Berufströster

Newsletter Oktober: Impulse für Berufströster
15 Okt 2016

Liebe Freunde,

Trösten ist Schwerstarbeit.

Das weiß jeder Mensch, der schon einmal bei einem verzweifelten Menschen gesessen und nach den richtigen Worten gerungen hat. Was soll man auch sagen, wenn der Job weg ist, ein Kind gestorben, der Partner gegangen oder das Amt die lang ersehnte Anhörung zum Asylantrag zum zweiten Mal ohne Begründung abgesagt hat.

 

Trösten ist eine Kunst. Und wie bei jeder Kunst ist es auch hier meist wichtiger, das Falsche zu vermeiden, als das „Richtige“ zu sagen.

Was wenig hilft

  • „Ich verstehe dich.“ Das spendet meist nur wenig Trost. Das hat damit zu tun, dass dieser Satz allein dem Traurigen keine Sicherheit gibt, ob es wirklich stimmt, dass er verstanden wird.
  • „Das kenne ich auch!“ Oft folgt auf diesen Satz eine Aufzählung der eigenen schmerzhaften Erfahrungen. Ganz ehrlich: In Situationen, in denen der andere Trost braucht, ist das Erzählen von eigenen schmerzhaften Erfahrungen in den meisten Fällen fehl am Platz. Der andere braucht erst mal Verständnis und Empathie für seine Situation. Keine Berichte über deine eigenen Probleme.
  • „Das wird schon wieder!“ Das ist in einer Situation, in der es einen Menschen vor Schmerz und Hilflosigkeit fast zerreißt, kein Trost, selbst wenn es im Leben häufig stimmt, dass sich vieles zum Guten wendet.

Was meist mehr hilft

  • Da-sein: Nichts sagen. Einfach nur zuhören ist oft der beste Trost.
  • Berühren: Wo es angemessen ist, den anderen zu berühren, kann eine zarte oder herzhafte Berührung guttun.
  • Den Schmerz anerkennen: Keinen „billigen“ Trost spenden, sondern anerkennen: Was du gerade durchmachst, ist wirklich schwer.
  • Gebet: Für gläubige Menschen ist es oft ein Trost, zu hören, wenn Menschen ihnen sagen: „Ich werde für dich beten!“ Natürlich ist es sinnvoll, das nur zu sagen, wenn man es dann auch tatsächlich tut.
  • Sagen, was man hört: Statt „ich verstehe dich“, in Worte fassen, was man meint, verstanden zu haben. Etwa: „Ich höre, dass du ziemlich verzweifelt bist.“ Oder: „Das klingt für mich, als ob du gerade nicht mehr weiterweißt!“
  • Praktisch helfen: Viele Trauernde haben mir erzählt, welche Hilfe es für sie war, dass Menschen ihnen praktische Aufgaben abgenommen haben: Essen kochen, Wäsche waschen, oder bei einem Ämterbesuch zur Seite stehen.

Gute Worte – einige Tipps

In schwierigen Zeiten können die richtigen Worte hilfreich und tröstend sein. Da man oft selbst nicht so leicht die richtigen Worte findet, kann ein Impulsheft, das man einer Karte oder einer Aufmerksamkeit beilegt, langfristig Trost spenden.

 

gute-besserungGute Besserung. Impulse für Zeiten der Krankheit. Das Impulsheft ist von Frauke Bielefeld geschrieben, die seit Jahren chronisch krank ist. Sie findet die richtigen Worte, um mit einer schwierigen Situation umzugehen und zugleich Hoffnung und Mut zu spenden.

Für Menschen, die viel mit Kranken zu tun haben, gibt es die Hefte auch als günstigen 10er-, 50er- und 100er-Pack.

 

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Worte der Hoffnung. Zitate und Gedanken, die Mut machen.  Berührende Bilder, die trösten. Worte, die neuen Mut spenden.

 

 

Worte-des-Trostes_Presse

Worte des Trostes. Zitate und Gedanken für Zeiten der Trauer. Eine wunderschöne Sammlung von Worten und Bildern, die aufrichten und stärken.

 

 

I-75_Trauern_Presse

Trauern. Impulse, Verluste zu bewältigen.  Manchmal ist es hilfreich, wenn man versteht, was mit einem selbst los ist. Das Heft gibt einen Einblick in den Weg der Trauer und was dabei hilft.

 

 

Q-51_Trauer-durchleben_Vorab-CoverTrauer durchleben. Was Trauernden helfen kann. Dieses Quadro stammt vom Stefan Bitzer. Er hat selbst tiefe Trauer erlebt und begleitet viele Trauernde. Sein Quadro gibt Trauernden und denjenigen, die sie begleiten einen guten Einblick in den Prozess der Trauer und was in schweren Zeiten tatsächlich helfen und Trost spenden kann.

 

 

Ich wünsche euch, dass ihr relativ wenig Leid im eigenen Leben oder Umfeld erlebt – klar. Da Leid aber meist unvermeidlich ist, wünsche ich euch auch, dass ihr Trost erleben und spenden könnt.

Von Herzen

Eure

 

Kerstin Hack

und das Team von Down to Earth